Das Bahnjahr 2027 – Bürgerbewegung für eine klimagerechte, soziale und demokratische Bahn

Die Bahn gehört uns allen.

Zum Projekt

Das Bahnjahr 2027 ist eine Bürgerbewegung für eine klimagerechte, soziale und demokratische Bahn.

  • Gemeinwohl statt Rendite.
  • Ausbau statt Abbau.
  • Eine öffentliche Bahn für alle.

01Das Projekt

Die Bahn gehört uns allen.

Der Bahnjahr 2027 e. V. ruft das Jahr 2027 als Bahnjahr aus. Wir wollen nicht länger hinnehmen, dass die Verantwortung für die Bahn immer wieder nicht wahrgenommen wird. Deshalb klären wir auf, legen konkrete Maßnahmen vor und wollen, dass die Gesellschaft über die Zukunft der Bahn mitentscheidet.

  1. 01

    Aufklären

    Wir zeigen, welche Entscheidungen von Verkehrsministerium und Bahnvorständen die Bahn in ihren heutigen Zustand gebracht haben – belegt mit Stimmen aus der Forschung und aus dem Eisenbahnbetrieb.

  2. 02

    Vorschlagen

    Wir legen ein detailliertes Maßnahmenpaket vor, mit dem die Bahn innerhalb eines Jahrzehnts zum wichtigsten und stabilsten Verkehrsträger der Bundesrepublik werden kann.

  3. 03

    Mitbestimmen

    Ein Bürger:innen-Rat aus Menschen der Gesellschaft, Eisenbahner:innen und Expert:innen soll einen Zehn-Jahres-Plan erarbeiten und seine Umsetzung fortlaufend kontrollieren.

02Manifest

Manifest für eine klimagerechte, soziale und demokratische Bahn

Manifest herunterladenPDF · 3 Seiten

Die politischen Entscheidungsträger:innen entziehen sich ihrer Verantwortung, den kommenden Generationen ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Doch nicht nur das: Schon heute sorgen sie dafür, dass das Leben für viele Menschen zunehmend erschwert wird. Dieses Versagen offenbart sich in einem Thema in allergrößter Deutlichkeit: dem Zustand der deutschen Bahn.

Der ehemalige Verkehrsminister beschrieb den Zustand der Eisenbahn in Deutschland als „demokratiegefährdend“. Dieser Einschätzung stimmen wir mit Nachdruck zu. Eine dysfunktionale, kaputtgesparte, vernachlässigte Eisenbahn stellt für viele Menschen einen der wenigen direkten und immer wiederkehrenden Berührungspunkte mit dem Staat dar. Wenn dieser Berührungspunkt in einem solch katastrophalen Zustand ist, so geht mit dem Vertrauensverlust in die Bahn auch ein Vertrauensverlust in staatliche Strukturen und Handlungsfähigkeit einher. Wir müssen diese Aussage also sogar erweitern und auch ihre Umkehrung verstehen: Ein funktionierendes, schnelles und zuverlässiges Streckennetz in Deutschland und darüber hinaus in ganz Europa führt dazu, dass die zuverlässigste klimafreundliche Technologie, die wir haben, Millionen Tonnen an CO2 spart und Millionen Menschen mobil und mobiler macht. Ganz zu schweigen von dem enormen wirtschaftlichen Potenzial, das durch die bewusste Zerstörung der deutschen Eisenbahn verschenkt wird. In Zeiten, in denen die Autobahninfrastruktur versagt, die deutsche Autoindustrie den Wechsel zur E-Mobilität verschlafen hat, Zehntausende Stellen gestrichen werden, die Flüsse vertrocknen und somit der Schiffsverkehr massiv eingeschränkt wird, ist eine funktionierende Bahn nicht nur eine Notwendigkeit zum Erhalt der Wirtschaft und des Planeten, sondern stellt vielmehr eine Chance dar, dazu beizutragen, den wirtschaftlichen Abschwung zu stoppen und eine positive Konjunktur mit der sozialen Sicherung von Arbeitsplätzen herbeizuführen. Dabei ist noch nicht einmal erwähnt, dass die Bahn auch die soziale Anbindung unzähliger Menschen verantwortet und dieser Verantwortung schon lange nicht mehr gerecht wird. Damit dürfte deutlich sein, dass die angeführte Einschätzung nicht nur zutrifft, sondern alarmierend ist.

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Der Zustand der Bahn ist demokratiegefährdend, und da wir die Demokratie verteidigen und erhalten wollen, werden wir nicht länger hinnehmen, dass die politische Führung, wenn nicht willentlich, dann zumindest wissentlich, die langsame Zerstörung der Bahn hingenommen hat und es weiterhin tut. Dabei wurden über die letzten Jahrzehnte in einem solchen Maße falsche Entscheidungen getroffen, dass wir an der Handlungsfähigkeit des Verkehrsministeriums und des Bundes als Eigentümer der Deutschen Bahn AG und der Infrastruktur zweifeln. Hierbei geht es nicht darum, einzelnen Personen die Schuld zuzuweisen, sondern darum, nicht länger hinzunehmen, dass die Verantwortung immer und immer wieder nicht hinlänglich wahrgenommen wird.

Das System Bahn ist schon lange vollkommen marode, und dazu trugen mehrere große Faktoren und Fehlentscheidungen bei. Daher sehen wir uns gezwungen, dem Versagen der Politik mit der Übernahme von Verantwortung entgegenzutreten. Dazu werden wir als Vertreter:innen der Gesellschaft das Bahnjahr 2027 ausrufen.

Konkret heißt das zunächst, das Versagen des Verkehrsministeriums und der Vorstände der Deutschen Bahn AG aufzudecken, die seit Jahrzehnten Fehlentscheidungen treffen und die Bürger:innen mit immer neuen unhaltbaren Versprechen zu beruhigen versuchen, deren Einlösung dann wieder um Jahrzehnte verschoben wird. Die Eisenbahn wird als überkomplexes System dargestellt, das nur mithilfe von teuren Beratungsfirmen und immer neuen Vorständen verändert werden könne. Diese Kommunikationsstrategie führt dazu, dass jegliche Intervention der Gesellschaft als unterkomplex denunziert wird, da man sich einer scheinbar unlösbaren Aufgabe gegenübersieht. Dass es sich hierbei jedoch um ein stetiges Versagen des Eigentümers und der Vorstandsebene handelt, wird so verschleiert, sodass es erst möglich wird, für diese Schlechtleistung Boni in Millionenhöhe Jahr um Jahr auszuschütten.

Wir werden diesen Irrtum aufklären, Menschen informieren und unsere Aussagen mit zahlreichen Stimmen aus der Forschung und aus dem Eisenbahnbetrieb belegen. Aber da unser Ziel ist, nicht nur destruktiv zu wirken und Bestehendes zu kritisieren, werden wir ein detailliertes Maßnahmenpaket vorschlagen, um die Bahn innerhalb eines Jahrzehnts zum wichtigsten und stabilsten Verkehrsträger der Bundesrepublik zu entwickeln. Damit die Gesellschaft jedoch die Möglichkeit bekommt, auch an der Entwicklung und an der Umsetzung mitzuwirken, schlagen wir einen Bürger:innen-Rat vor, der mit Menschen aus der Gesellschaft, Eisenbahner:innen und Expert:innen besetzt ist, einen Zehn-Jahres-Plan erarbeitet und fortwährend als Kontrollgremium die Umsetzung bewertet sowie bei Fehlentscheidungen eingreifen kann. Eine Kernforderung ist dabei, die Deutsche Bahn AG aus einem undurchsichtigen Konstrukt wieder zu einer transparenten, demokratisch kontrollierten Bahn in Staatshand umzubauen, um zu verhindern, dass Fehlentscheidungen verschleiert werden und die Bahn immer weiter zugrunde geht.

Es ist dringlich, es ist ernst. Tag für Tag müssen Eisenbahner:innen die Fehlentscheidungen von Staat und Konzern tragen, während die Verantwortlichen sich zurückziehen und abschotten. Wird dieser Kreislauf nicht durchbrochen, so droht die Bahn immer weiter zu verkommen, und das Vertrauen wird zunehmend schwinden. Darüber hinaus droht einer der aussichtsreichsten Industriezweige verloren zu gehen. Das werden wir unter keinen Umständen zulassen.

Aus diesem Grund rufen wir als Bahnjahr 2027 e. V. das Bahnjahr aus und werden gemeinsam in einem demokratischen Akt diesen Spuk beenden und unseren Beitrag dazu leisten, den Weg für eine klimagerechte, soziale und demokratische Bahn und damit für eine lebenswerte Zukunft zu ebnen!

03Ziel-Katalog

Wofür wir eintreten

Der Ziel-Katalog wird derzeit erarbeitet und hier Schritt für Schritt veröffentlicht. Grundlage sind die Eckpunkte aus dem Manifest.

  1. 01

    Eine Bahn in öffentlicher Hand

    Die Deutsche Bahn AG wird aus einem undurchsichtigen Konstrukt wieder zu einer transparenten, demokratisch kontrollierten Bahn in Staatshand umgebaut.

    In Ausarbeitung
  2. 02

    Ein Bürger:innen-Rat

    Menschen aus der Gesellschaft, Eisenbahner:innen und Expert:innen erarbeiten einen Zehn-Jahres-Plan und kontrollieren fortlaufend seine Umsetzung – mit dem Recht, bei Fehlentscheidungen einzugreifen.

    In Ausarbeitung
  3. 03

    Ein Jahrzehnt für die Schiene

    Ein detailliertes Maßnahmenpaket macht die Bahn innerhalb von zehn Jahren zum wichtigsten und stabilsten Verkehrsträger der Bundesrepublik.

    In Ausarbeitung

04Bestandsaufnahmen

Wie es um die Bahn steht

Wir dokumentieren den Zustand der Bahn in Deutschland und wie es dazu kam – nachvollziehbar, mit Quellen und mit Stimmen aus Forschung und Eisenbahnbetrieb.

Die ersten Bestandsaufnahmen sind in Vorbereitung.

Sobald sie erscheinen, veröffentlichen wir sie hier und kündigen sie in der Bahnpost an.

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05Bahnpost

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Fragen, Hinweise oder Mitarbeit: kontakt@bahnjahr2027.de